Sesam – mehr als nur ein Lebensmittel


Sesam

Sesam – die vielseitige Pflanze

Sesam gehört botanisch gesehen zur Familie der Sesamgewächse und zählt zu den sehr weit verbreiteten Kulturpflanzen. Außerdem gilt Sesam als eine der ältesten Ölpflanzen der Welt. Die krautige, einjährige Pflanze kann dabei zehn Zentimeter klein sein, aber auch Wuchshöhen von 120 bis 180 Zentimeter erreichen. Die ursprüngliche Heimat von Sesam findet sich in Teilen von Indien und Afrika. Heute wird Sesam dagegen in fast allen tropischen und subtropischen Gebieten der Erde angebaut.

Wie wird Sesam verwendet?

Von der Sesampflanze werden zahlreiche Teile verwendet, in erster Linie für therapeutische Zwecke und zum Verzehr. Das Öl, die Samen und die Wurzeln kommen dabei zum Einsatz. Die Samen selbst gelten als sehr ölreich und werden daher zur Herstellung des beliebten Sesamöls genutzt. Dieses kommt in der Küche zum Würzen von Speisen häufig zum Einsatz. Für das Öl müssen die Samen zunächst geröstet und anschließend ausgepresst werden.

Allerdings können die ganzen Sesamsamen ebenfalls in der Küche zum Einsatz kommen. Sie dienen oftmals der Verfeinerung von Backwaren, können aber genauso gut zum Würzen von Speisen genutzt werden.

Weitere interessante Fakten rund um Sesam

Unter den Lebensmitteln gehört Sesam zu denen, die am meisten Selen enthalten. Auf 100 Gramm Sesam kommen 800 Mikrogramm Selen. Zudem gilt Sesam jedoch auch als starkes Allergen, so dass es selbst bei verarbeiteten Lebensmitteln angegeben werden muss. Als deklarationspflichtiges Allergen ist sogar die Verwendung winzigster Mengen anzugeben.

Bekannte Gerichte aus Sesam sind zudem die Süßspeise Halva oder die Paste Tahina. Letztere wird aus den gemahlenen Sesamsamen gewonnen und ist vor allem in der arabischen Küche sehr beliebt. Sie gilt außerdem als wichtiger Bestandteil von Hummus.

Sesam mit gesundheitlicher Wirkung?

Ebenfalls kann Sesam in der Heilkunde eingesetzt werden. Das fette Öl, das aus den reifen Samen gewonnen wird, enthält wichtige Wirkstoffe. Es besteht zu jeweils 35 bis 50 Prozent aus Ölsäure und Linolsäure. Außerdem sind

  • Stearinsäure,
  • Sesamin,
  • Sesamolin,
  • Lignane,
  • Palmitinsäure,
  • Sterole und
  • Vitamin E

enthalten. Aufgrund dieser Wirkstoffe wird das Sesamöl von den Pharma-Unternehmen sogar in Salben verwendet. Dabei soll es Hautschorf und Krusten sanft lösen und trockene Haut wieder geschmeidig pflegen. Selbst in Injektionslösungen kommt es vor, kann es hier doch als Lösungsmittel für die fettlöslichen Medikamente genutzt werden. In Insektenbekämpfungsmitteln kommt das Sesamol vor, das in Spuren im Sesamöl enthalten ist. Zusammen mit Pyrethrum soll es eine gute Wirkung haben.